Das Leben hat es gut mit mir gemeint, denn es hat mich nach Peru in die magischste Stadt geschickt, die ich jemals gesehen habe: nach Machu Picchu. Das Leben hat mir mit einem knapp zweiwöchigen Aufenthalt in dieser alten Inka- Stadt einen Lebenstraum erfüllt.

Und nicht nur das. In dieser heiligen Stadt erhielt ich Antworten auf Fragen, die ich mir schon als Kind gestellt hatte. Woher kommen wir überhaupt? Sind wir Erdenbewohner oder ist unser Ursprung auf einem anderen Planeten? Warum war unsere Geschichte so wie sie war? Und warum tauchen in alten Mythen immer wieder die gleichen Geschichten auf von Göttern, die irgendwann wieder zurückkommen wollen? Dass der Stern von Bethlehem kein Komet war, war mir als Junge schon klar. Dass ein Wal keinen Menschen verschlucken kann und ihn vier Tage später wieder lebend an Land lässt, ebenfalls.

Im Laufe meines Lebens kamen weitere Fragen hinzu. Warum gibt es die Materie überhaupt? Warum gibt es uns Menschen – wir, die immer und ewig einer geistigen Höherentwicklung folgen? Warum hatte Jesus Christus inkarniert? Und warum haben andere Sternenmenschheiten diesen Planeten besucht? Wie passt dies alles zusammen? Auch auf viele dieser Fragen fand ich auf Machu Picchu Antworten und Erklärungen.

Machu Picchu ist ein Ort, der in der ganzen Welt bekannt ist, von dessen Ursprung man jedoch nicht viel weiß. Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen der Inka, es gibt keine richtigen Erklärungen, welchem Zweck sie diente und wer sie erbaute. Man nimmt an, dass Machu Picchu ab 1420 erbaut und 100 Jahre später verlassen wurde. Man nimmt an, dass in den ungefähr 200 Gebäuden ca. 1500 Menschen wohnten. Man nimmt an, dass die Inka die Erbauer waren. Entdeckt wurde die Stadt von Hiram Bingham, der eine Expedition unter der Schirmherrschaft der „National Geographic Society“ leitete. Die Stadt in den Wolken war vor ihrer Entdeckung unbekannt gewesen. Und namenlos. Aber ihre Entdeckung war für die damalige internationale Presse das „transzendenteste Ereignis der Neuen Welt seit der Odyssee des Christoph Kolumbus“.

Fragen tun sich auf. Kannten die Inka überhaupt Machu Picchu? Wer hatte die Stadt wirklich erbaut? Und wann? Und warum überhaupt in dieser Höhe? Und wie transportierten die Menschen damals diese Megalithen? Wer wohnte hier oben? Welchen Zweck hatte die Stadt in den Wolken?

Zwölf Tage verbrachte ich in den Ruinen. Viel Zeit hatte ich, mir alle Ecken und Winkel anzuschauen und noch mehr Zeit nutzte ich, gedankenlos auf Treppen und Steinen zu sitzen und alles auf mich wirken zu lassen.

Von Machu Picchu und den dortigen Energien hat man nach meiner Meinung am meisten, wenn man sich Zeit nimmt und sich abseits der Touristenmassen in eine ruhige Ecke setzt und alles wirken lässt. Eine Führung ist zwar interessant, um alle Stellen in den Ruinen einmal zu sehen, aber da es wirklich keine Klarheit über diese Stadt gibt, wird deutlich, dass die Dinge, die die Touristenführer erzählen, auch nicht alle stimmen können.

Fazit
Wen es nach Peru und ganz speziell nach Machu Picchu zieht, der sollte sich diesen Traum einmal erfüllen, denn solch einen hochenergetischen und friedvollen Platz gibt es nicht häufig. Auch wenn es finanziell ein größerer Posten ist als eine Pauschalreise nach Mallorca, so ist eine solche Reise von unschätzbarem Wert. Von Machu Picchu kommt man als anderer Mensch zurück, bereichert mit seelischen und geistigen Schätzen. Machu Picchu ist ein Ort, an dem man Träumen lernt und an dem man mit seiner Seele Kontakt aufnehmen kann.

Machu Picchu ist mit Sicherheit einer der beeindruckendsten Orte auf der ganzen Erde. Die Zeit, die ich in dieser „Ruine“ verbringen durfte, werde ich nie vergessen. Es war fast so, als ob ich einen Schimmer der geistigen Existenz erblickt hatte. Nachdem ich dort eine Art Vision hatte, die ich ausführlich in meinem Buch beschreibe, haben sich viele Fragen beantwortet. Es entstand auf einmal ein Gesamtbild, nachdem ich vorher nur diverse Puzzleteile gesehen hatte.

Tipps für die Reise
Stellen Sie sich darauf ein, dass der Anreisetag mit Ankunft in Lima, der Hauptstadt Perus, anstrengend wird, denn Lima ist ein Moloch. Chaos regiert die Straßen. Spät abends kommen Sie vielleicht an, am nächsten frühen Morgen geht es weiter nach Cusco, der kulturellen Hauptstadt Perus. Wenn Sie in Cusco ankommen, sollten Sie sich auf den Höhenunterschied von mehr als 3.000 Metern einstellen. Denn für den Kreislauf ist dieser schnelle und drastische Höhenunterschied eine Herausforderung und nicht selten macht sich die Höhenkrankheit, die so genannte „Soroche“, bemerkbar. Die Folge davon können Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Krämpfe, Ohrenschmerzen, Herzrasen und Erbrechen sein. Man sollte sich auch langsamer bewegen und alles mit Bedacht tun. Verbringen Sie den ersten Tag in einem Café am zentralen Platz in Cusco, der „Plaza de Armas“. Dort können Sie das Leben beobachten und viel Coca-Tee trinken, den „Mate de Coca“, der der Höhenkrankheit entgegen wirkt. Außerdem habe ich schon drei Wochen vor der Reise Schüßler-Salze eingenommen, die sehr gut gewirkt haben.

Für mich hat es sich bezahlt gemacht, alle Tickets, sowohl die der Zugfahrten als auch der Inlandsflüge von einer Agentur vor Ort buchen zu lassen. Bei unvorhergesehenen Problemen war so die örtliche Agentur dafür zuständig. Die Rückreise lag genau in einer Phase, als die Peruaner in allen größeren Städten gestreikt haben. Ich flog deshalb einen Tag früher nach Lima zurück. Alle Straßen wurden früh morgens abgesperrt, sodass ich nicht zum Flughafen hätte gelangen können. Die Umbuchung hätte eine Menge Stress und Hektik mit sich gebracht, denn ich kann kein Spanisch und nicht alle Peruaner sind des Englischen mächtig. So konnte ich mich ausruhen und die örtliche Agentur regelte alles für mich.

Wir Touristen sind für die Peruaner sehr reich, denn Peru ist eines der ärmsten Länder der Welt. Lassen Sie möglichst allen Schmuck zu Hause. Tragen Sie Ihre Wertsachen, Tickets, Geld etc. in Umhängebeuteln oder in Gürteltaschen. Vermeiden Sie ebenfalls, Fotoapparate und Kameras bei Nicht-Gebrauch um Ihren Hals baumeln zu lassen. Packen Sie sie lieber in einer festen Tüte in den Rucksack.

Das preiswerteste und praktischste Reisemittel in Peru ist das Taxi. Falls Sie einen Leihwagen chartern wollen, nehmen Sie eines mit Fahrer. Der kennt sich mit den Straßenverhältnissen aus, denn die Peruaner fahren ohne irgendwelche Regeln. Außerdem kann der Verlust des Autos sehr teuer werden, da Mietautos dort gewöhnlich nicht versichert sind.

Die beste Zeit für eine Reise nach Machu Picchu ist von Juni bis Oktober. In dieser Zeit herrscht meist sonniges Wetter, allerdings mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Im Juni und im Juli kann es voll werden, dann ist Machu Picchu überlaufen. In meinen Augen ist der beste Monat der September, denn dann sind weniger Touristen unterwegs und das Wetter ist noch schön. Von November bis März regnet es dann 11 bis 19 Tage im Monat.

Wichtig für den Aufenthalt auf Machu Picchu ist ein Hut mit breiter Krempe, eine gute Sonnenbrille und eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Die Sonne in dieser Höhe brennt stark, auch wenn sie hinter den Wolken versteckt ist.

BUCH-TIPP
Martin Fieber
Machu Picchu
192 Seiten, mit 125 farbigen Fotos auf 64 Seiten, € 24,90
ISBN 978-3-935422-48-2
Bergkristall Verlag www.bergkristall-verlag.de

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