Iwan-Tee – der umkämpfte russische Heiltee

Der Heiltee aus dem „sibirischen“ Schmalblättrigen Weidenröschen war Jahrhunderte lang für Russland ein Exportschlager. Seit der bolschewistischen Revolution aber geriet er in Deutschland und ganz Mitteleuropa in Vergessenheit. In Russland ist er heute sogar in vielen Restaurants wieder eine gesunde Selbstverständlichkeit.

Von: Ulrich Arndt

Er stärkt das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend, hilft bei Darm- und Prostata-Beschwerden und wird sogar in der Krebsbehandlung erfolgreich eingesetzt – das haben moderne Studien bestätigt: der Iwan-Tee aus dem „Schmalblättrigen Weidenröschen“.

Vor der Verbreitung des chinesischen und indischen Tees als Schwarz- und Grüntee in Europa war der sogenannte „Russische Tee“ oder „Iwan-Tee“ weit verbreitet. Er wird aus den Blättern des „Schmalblättrigen Weidenröschens“ (auch sibirisches Weidenröschen genannt, lat.: „Epilobium angustifolium“) gewonnen und grün oder fermentiert getrunken. In der fermentierten Version erinnert er etwas an den Geschmack von normalem schwarzen Tee. Der Iwan-Tee wurde sogar an der russischen kaiserlichen Tafel getrunken und ins Ausland exportiert und war lange Zeit der drittwichtigste Exportartikel des Landes. Leider haben in der heutigen Zeit viele Teetrinker noch nie von diesem erstaunlichen Heiltee gehört. Nur vereinzelt wird er heute als „Geheimtipp“ bei Prostata-Problemen empfohlen, aber der Iwan-Tee bietet weit mehr gesundheitliche Wirkungen. Da er kein Koffein, Teein, Purin oder Oxalsäure enthält wirkt er im menschlichen Körper nicht säurebildend, sondern er beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt sogar positiv. Er wirkt auch nicht anregend oder gar aufputschend auf das Nervensystem, sondern ausgleichend. 

Für Kraft und Immunstärkung 
und bei Prostata-, Darm- und Krebsleiden

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist im gesamten Norden Russlands verbreitet. Von Workuta und der Tundra, über die Taiga bis zu Feldern der südlicheren Gebiete bedeckt es in der Blütezeit die raue Natur mit einem lilafarbenen Teppich, der uns in Deutschland an die Lüneburger Heide erinnern würde. Das Schmalblättrige Weidenröschen wird zwischen 50 Zentimeter bis 2 Meter hoch und verbreitet sich über kriechende Wurzelrhizome. Gesammelt wird die gesamte oberirdische Pflanze kurz vor oder während der Blüte, insbesondere aber die grünen Blätter, in denen die höchste Konzentration an Wirkstoffen vorhanden ist.

Der Iwan-Tee wird in der Volksheilkunde vor allem als Stärkungsmittel und zur Immununterstützung eingesetzt, bei Magen-Darmerkrankungen insbesondere bei Entzündungen des Darms, aber auch generell bei Entzündungen wie etwa chronischen Blasenentzündungen und bei äußeren Verletzungen zur Verhinderung von Entzündung – und natürlich wurde er schon früher von Männern bei Problemen mit der Prostata, beim Wasserlassen und zur Potenzsteigerung eingesetzt. 

Tatsächlich konnten moderne medizinische Studien viele der erstaunlichen Heilwirkungen belegen. Besonders gut belegt ist mittlerweile die Wirkung des Tees bei hormonabhängiger Prostata-Vergrößerung. Noch spektakulärer ist aber sein positiver Einfluss bei Krebserkrankungen: Ein konzentrierterer Auszug aus dem Schmalblättrige Weidenröschen kann den natürlichen Abbau von Krebszellen durch die Apoptose der Krebszellen über eine Interaktion mit den Signalkaskaden in den Mitochondrien auslösen, das heißt die Krebszellen werden vom Körper aufgelöst. Verantwortlich hierfür sind vor allem eine Chancerol bzw. Chanerozan genannte Stofgruppe (siehe z.B: in („Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis“).

Allein seit 2013 entstanden 20 neue Forschungen zu den Wirkungen des Schmalblättrige Weidenröschens (siehe im internet unter: link). Die vielfältigen Inhaltstoffe des Schmalblättrigen Weidenröschens wurden einzeln analysiert und stehen heute für bestimmte Wirkungen des Tees – auch wenn er nach wie vor in seiner natürlichen Gesamtheit seine besten Wirkungen entfalten kann:

– Die polyphenolhaltigen Inhaltsstoffe wie Oenothein B haben eine sehr gute immunmodulatorische Wirkung (ausführlich in „The Journal of pharmacy and pharmacology“, Band 65, Nr. 7, 2013, S. 1044–1054 „Extracts from Epilobium sp. herbs induce apoptosis in human hormone-dependent prostate cancer cells by activating the mitochondrial pathway“ von M. Stolarczyk u.a.; und in: „Journal of immunology“ (Baltimore, Md. : 1950). Band 183, Nr. 10, 2009, S. 6754–6766, „Immunomodulatory activity of oenothein B isolated from Epilobium angustifolium“ von I. A. Schepetkin u.a.). 

– Das enthaltene Myricetin wiederum hat eine stark entzündungshemmende Wirkung (Myricetin-3-O-glucuronid erwies sich in klinischen Tests 500-mal stärker entzündungshemmend als das schulmedizische Mittel „Indometacin“). 

– Die Gerbstoffe des Schmalblättrigen Weidenröschens (v.a. das sogenannte Ellagitannin) wirken auf bestimmte Prozesse bei der Bildung von Testosteron. Etwa 12% des Inhalts umfasst diese Stoffgruppe der Gerbstoffe (Gallotanninen und Ellagitanninen sowie Lectine und Triterpensäuren (Oleanolsäure und Ursolsäure), die auch adstringierende und blutstillende Wirkungen entfalten. 

– Die Sterole (Phytosterole (0,55 %), v.a. β-Sitosterol, darunter insbesondere Fettsäureester, u. a. Caprylsäure (8:0), Caprinsäure (10:0), Palmitinsäure (16:0) und Stearinsäure (18:0)) regulieren die Hormonbildung in der Prostata und können ein Ungleichgewicht verhindern. Durch diese Wirkung kommt das Schmalblättrige Weidenröschen heute vor allem bei der Behandlung von Prostataleiden zum Einsatz. Bei einer vergrößerten Prostata können die Wirkstoffe die klassischen Symptome wie Brennen beim Wasserlassen, Gefühl der nicht entleerten Blase und Schwierigkeiten beim Urinieren reduzieren. Außerdem kann die Heilpflanze das nächtliche Tröpfeln von Harn verbessern. 

Dennoch ist Schmalblättrigen Weidenröschen keine reine „Männerpflanze“, sondern ist bei Frauen zum Beispiel bei chronischen Blasenentzündungen sehr beliebt. 

– Das Schmalblättrige Weidenröschen enthält auch wertvolle Bioflavonoide (Myricitin, Quercetin, Kämpferol) mit krampflösender und harntreibender Wirkung. 

– Die enthaltenen Schleimstoffe (bis zu 15%) weisen entzündungshemmende, krampflösende und schmerzreduzierende Wirkungen auf. 

– Und geringe Mengen an Alkaloiden können positive Wirkungen auf Stoffwechsel, Durchblutung und Nervensystem entfalten. 

– Außerdem sind enthalten: Pektine, organische Säuren und eine große Anzahl von wertvollen Spurenelementen wie Eisen und Mangan. So sind in 100 Gramm grünen Blätter unter anderem zirka 2,4mg Eisen, 2,3mg Kupfer, 16mg Mangan, 0,44mg Molybdän, 6mg Bor, 1,3mg Titan, aber auch 490mg Kalium, 160mg Magnesium, 430mg Calcium sowie und Vitamin A, Vitamin C und Vitamin B6 enthalten.

Aufgrund dieser ungewöhnlichen Vielfalt an wertvollen Inhaltstoffen wird das Schmalblättrige Weidenröschen als Heiltee angewendet bei:

  • bei Erkrankungen des Urogenitalsystems wie Prostata-Erkrankungen;
  • bei Geschwüren im Magen und Zwölffingerdarm; 
  • bei Steinen in Leber und Nieren;
  • bei Erkrankungen der Milz; 
  • zur Vorbeugung und Behandlung bei malignen und benignen Tumoren; 
  • bei Hauterkankungen;zur Erhöhung der Potenz; 
  • für die Stärkung der Abwehrkraft auch bei Virusinfektionen; 
  • zur Prävention gegen Karies; 
  • für die Verbesserung des Blutbildes und zur Normalisierung des Blutdrucks; 
  • für die Entgiftung von Umweltgiften und beim Alkoholabbau;
  • zur Regeneration bei Erschöpfung; 
  • zur Stärkung der Haarwurzeln (auch als Spülung); 
  • bei Kopfschmerzen. 

In der russischen Volksheilkunde wurde das Weidenröschen traditionell auch bei verschiedenen Hautkrankheiten, Geschwüren und Furunkeln verwendet. Dafür wurden die Blätter aufgekocht und der Sud äußerlich auf die Haut aufgetragen oder zum Baden insbesondere bei Kindern verwendet. Die vielfältigen Inhaltsstoffe des Weidenröschens können Schwermetalle ausleiten und haben zellschützende Wirkungen gegen Umweltgifte und sogar bei leichten radioaktiven Belastungen aus der Umwelt.
Der Iwan-Tee erlaubte es den Menschen früher, schwere körperliche Belastungen zu ertragen und wurde sowohl von den Bauern als auch den russischen Soldaten viel verwendet. Bei den Bauern stand traditionell ein Samowar mit Iwan-Tee auf dem Tisch und durch den ganzen Tag hindurch konnten die Menschen davon trinken, was auch über den Hunger hinweg half. Russische Kaufleute tranken den Tee, wenn sie nach erfolgreichem Handel dem Wodka zu viel zugesprochen hatten. 
Bei all diesen vielfältigen positiven Wirkungen auf die Gesundheit ist es nicht verwunderlich, dass das Schmalblättrige Weidenröschen schon bei den nordrussischen und nordamerikanischen Schamanen als Bestandteil von Räuchermischungen, bei magischen Heilritualen und Heiltrunk verwendet und hochgeschätzt wurde.

Die umkämpfte Verbreitung des Iwan-Heiltees

Die Verwendung des Iwan-Tees ist seit dem 12. Jahrhundert in weiten Teilen Russlands belegt. Seit dem 17./18.Jahrhundert wurde er in großen Mengen ins Ausland exportiert und fand als „Koporskij-Tee“, benannt nach dem Ort Koporje und der dortigen Teefabrik bei St. Petersburg, auch in der englischen Enzyklopädie Erwähnung. Ende des 19. Jahrhunderts wurde seine Popularität so groß, dass es in England sogar den Verkauf des indischen Tees und die Gewinne des weltweiten britischen Teehandels bedrohte. Nach der russischen Revolution von 1917 wurden die Tee-Exporte Russlands abrupt gestoppt. 
Diese Tatsachen lassen auch Verschwörungstheorien rund um den Iwan-Tee und dessen Marktverdrängung aufblühen und es ist heute nur schwer zu unterscheiden, was alles der Wahrheit um die im 20. Jahrhundert umkämpfte Verbreitung des Iwan-Tee entspricht:  
Das deutsche Kaiserreich, Großbritannien und einzelne US-Banker gelten als Hauptsponsoren der russischen Revolutionen von 1905, der Februar- und der Oktober-Revolution 1917. Angeblich soll der britische Geheimdienst Lenin 1917 persönlich dafür bezahlt haben, dass der Weidenröschen-Tee nicht mehr exportiert wird, was sich aber kaum belegen lässt. Interessant ist aber der Hinweis der Autorin Chantal Jocacaille, die in ihrem Buch „Krebs ist kein Zufall“ von dem russischen Wissenschaftler und Experten für tibetische und traditionelle russische Medizin Peter Badmajew berichtet. Auf Basis des Weidenröschens hatte er eine Heilpulver-Mischung entwickelt, die ihm große Heilerfolge bei Krebs und anderen Erkrankungen ermöglichte und lebensverlängernd gewirkt haben soll. Seine Klinik war in der gehobenen russischen Gesellschaft berühmt und bekannte Persönlichkeiten wie Rasputin und die Jussupow-Familie besuchten sie. Als Patensohn von Zar Alexander III. wurde Badmajew auch von der Zarenfamilie selbst aufgesucht. Nach der bolschewistischen Revolution wurde Badmajew trotz seines hohen Alters von 109 Jahren vom Geheimdienst verhaften und misshandelt. Er starb kurz nach seiner Entlassung und nahm das Geheimnis des Weidenröschen-Heilpulvers mit ins Grab. Die Bolschewiki zerstörten zudem seine Laboratorien und töteten seine Mitarbeiter.

Über 20 Jahre später wollte Stalin die Heilkraft des Weidenröschen-Tees wieder für die Gesundheit seiner Soldaten und die „Verbesserung der Gesundheit der Sowjetbürger“ nutzen. Die alte, vom Deutschen Orden gegründete Festungsstadt Koporje bei St.Petersburg wurde wieder ein Zentrum der Iwan-Tee-Produktion, wo der Tee fermentiert und verpackt wurde, und ein neues Labor zur Erforschung und Produktion wurde erbaut. Der dort produzierte Tee wurde auf staatliche Anordnung in alle Apotheken und Krankenhäuser im Land geliefert. Kurios mutet nun die Geschichte um die erneute Zerstörung des Koporje-Teezentrums an: Als die deutsche Armee 1941 St.Petersburg/Leningrad belagerte, wurde der Vormarsch auf Leningrad gestoppt, um zunächst die Stadt die Koporje mit seiner alten Festung einzunehmen. Der Leiter der Heeresgruppe Nord Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb gab eine seltsame Anweisung: man sollte nach Koporje vorstoßen und das Objekt mit dem Codenamen „Lebensfluss“ zerstören. Diese Anweisung sei ursprünglich von Hitler persönlich gekommen. Hinter dem Codenamen „Lebensfluss“ aber verbarg sich angeblich nichts anders als das Versuchslabor der Iwan-Teefabrik und -Forschungsstätte, die damals an speziellen Rezepten für Weidenröschen-Getränken arbeitete. Angeblich wurde dort ein einzigartiges Getränk erzeugt, das die Ausdauerfähigkeit der Soldaten der Roten Armee erhöhen sollte. Der deutsche Geheimdienst hatte von diesem Stärkungsmittel erfahren und sollte die Informationen sicherstellen und das Labor zerstören. Nach den Bolschewiki vernichteten dieses Mal also die deutschen Truppen das Labor und die Weidenröschen-Forschung.

Über 190 Arten der Gattung Weidenröschen

Heute sind rund 190 verschieden Arten der Gattung „Weidenröschen“ bekannt – vom kleinen arktischen Weidenröschen, der Nationalblume Grönlands, bis zu großen Halbsträuchern. Das Schmalblättrige Weidenröschen des Iwan-Tees wächst zirkumpolar auf der gesamten Nordhalbkugel und ist neben Russland auch in Kanada, Alaska, Nordschweden und sogar im Alpenraum zu finden. Als ungewöhnlich robuste Pionierpflanze wächst es neben den natürlichen kargen Steppenflächen auch bevorzugt auf Kahlschlägen, an Ufern, auf Böschungen, Felsen, Schutt- und Trümmergrundstücken. Insbesondere nach Waldschlägen oder Waldbränden kann es sich auf der entstandenen Lichtung sehr schnell ausbreiten. Dies brachte ihm auch den Beinamen „Trümmerblume“ und im Englischen „Fireweed“ ein. In Ostpreußen war das Schmalblättrige Weidenröschen unter dem Namen „St. Antonie-Kraut“ bekannt, in Schlesien als „Krebsblume“ und „Eberkraut“. 
Maria Treben machte in ihren Kräuterbüchern das Weidenröschen wieder bekannter, jedoch beschrieb sie das Kleinblütige Weidenröschen (lat.: „Epilobium parviflorum“), das in Mitteleuropa verbreiteter ist. Seine Inhaltsstoffe sind etwas verschieden, aber auch diese Form wird zumindest bei Problemen mit vergrößerter Prostata erfolgreich als Tee eingesetzt. 
In der alten Volksheilkunde galt das Weidenröschen als vitalisierend und wurde den Lebenskräften, die mit dem Herzen verbunden sind, zugeordnet. Es sollte auch das Gefühlsleben und die Sexualität stärken. Zudem galt das Weidenröschen als blitzabweisend und gehörte in manchen Gegenden zum Kräuterbuschen von Maria Himmelfahrt. Die Ursprünge dieser Kräuterweihe sind jedoch wesentlich älter. Nach alten slawischen Mythen wurde die Heilpflanze des Iwan-Tees von der Wasser- und Mondgöttin den Menschen geschenkt: Der Legende nach wurden die Menschen einmal von schrecklichen Krankheiten geplagt, die auch von den mächtigsten Heilern nicht geheilt werden konnten. Auf die Gebete der Menschen reagierte nur eine der Göttinnen, die mit ihrem silbernen Boot den Nachthimmel hinunter segelte und Samen von Heilpflanzen in die Erde gab. Die erste dieser Heilpflanzen aber, die noch vor dem Morgengrauen am Rand des Waldes aufging, war das Weidenröschen. Sie heilte die Menschen von all ihren Leiden.

Wirkstoffe – Wirkungen – Studien

Wirkstoff: Afzelin(kaempferol-3-O-rhamnoside)
Wirkung: Antibacterial, DNA-protective, antioxidant, anti- inflammatory, anti-complement activity, inhibitor of angiotensin converting enzyme (ACE)
Studien:  Hansen et al., 1996; Min et al., 2003; Shin et al., 2013; Lee et al., 2014)

Wirkstoff:Hyperoside(quercetin-3-O-galactoside)
Wirkung: Suppresses vascular inflammatory, anti-apoptotic and antithrombotic activity, relieves pain and improves cardiovascular functions, neuroprotective, inhibits cytochrome P450 activity
Studien: (Zeng et al., 2011; Liu et al., 2012; Ku et al., 2013; Song et al., 2013; Zhang et al., 2013)

Wirkstoff: Isoquercetin(quercetin-3-O-glucoside)
Wirkung: Antidiabetic, anti-inflammatory, antiviral, neuroprotective, antioxidative, inhibitor of α-glucosidase
Studien: (Li et al., 2009; Nguyen et al., 2009; Kim et al., 2010; Zhang et al., 2011; Thapa et al., 2012; Wang et al., 2013)

Wirkstoff:Kaempferol
Wirkung: Antioxidative, anti-inflammatory, anti-proliferative, antimicrobial, cardioprotective, neuroprotective
Studien: (Khlebnikov et al., 2007; Calderon-Montano et al., 2011; Chen,Chen, 2013; Rajendran et al., 2014)

Wirkstoff:Miquelianin(quercetin-3-O-glucuronide)
Wirkung: Immunostimulatory and anti-inflammatory; ameliorates insulin resistance in skeletal cells under inflammatory conditions; suppresses plasmin-mediated mechanisms of cancer cell migration
Studien: Al-Shalmani et al., 2011; Cuccioloni et al., 2012; Liao,Lin, 2014; Liu et al., 2016)

Wirkstoff:  Myricetin, Quercetin
Wirkung: Antioxidant, anti-inflammatory, antimicrobial, anti- proliferative, anti-aging Anti-proliferative, antioxidative, neuroprotective, and anti-inflammatory, pleiotropic kinase inhibitor, inhibitor of α-glucosidase
Studien: (Cushnie,Lamb, 2005; Leonarduzzi et al., 2010; Ruzic et al., 2010) (Li et al., 2009; Dajas, 2012; Bruning, 2013; Furst,Zundorf, 2014; Russo et al., 2014; Sak, 2014)

Wirkstoff:Quercitrin(quercetin-3-O-rhamnoside)
Wirkung: Promotes osteoblast differentiation and inhibits osteoclastogenesis, antioxidative, antileishmanial activity, inhibitor of aldose reductase, p90S6 ribosomal kinase (RSK), AP-1 and MAPK signaling, protects mice against fatal anaphylactic shock
Studien: (Khlebnikov et al., 2007; Cruz et al., 2008; Ding et al., 2010; da Silva et al., 2012; Derewenda et al., 2013; Kim et al., 2013; Satue et al., 2013; Yin et al., 2013)

Klinische Anwendungsformen
Für die klinische Verwendung wurden verschiedene Weidenröschmittelpräparate entwickelt. Beispielsweise ist Chanerol ein komplexes polyphenolisches Arzneimittel, das aus den Blüten von Weidenröschen hergestellt wird (Pukhal’skaia et al., 1970; Petrova et al., 1974; Pukhalskaya et al., 1975). Ein wässriger Extrakt von E. angustifolium wurde zur Verwendung als orale entzündungshemmende Behandlung patentiert (Deutsches Patent Nr. 3,605,250 vom 16. Juli 1987). Darüber hinaus wurden Hautpflegebehandlungen, die E. angustifolium-Extrakt enthalten, von einem kanadischen Unternehmen, Fytokem (Saskatoon, Saskatchewan), patentiert (WO2011007183), das verschiedene Willowherb ™ -Extrakte mit reizhemmender Wirkung vermarktet. 
Quelle1: und Quelle 2

Weitere Studien
[1] Weidenröschen-Extrakt reduzierte die Prostata-spezifische Antigen (PSA) -Sekretion und hemmten die Arginaseaktivität. Besonders die in Weidenröschen vorkommenden Wirkstoffe Oenothein B, Quercetin-3-O-glucuronid und Myricetin-3-O-rhamnosid erwiesen sich als wirksam in Bezug auf LNCaP-Zellen. Stolarczyk M, Piwowarski JP, Granica S, Stefańska J, Naruszewicz M, Kiss AK: Extracts from Epilobium sp. herbs, their components and gut microbiota metabolites of Epilobium ellagitannins, urolithins, inhibit hormone-dependent prostate cancer cells-(LNCaP) proliferation and PSA secretion.; Phytother Res. 2013 Dec;27(12):1842-8. doi: 10.1002/ptr.4941. Epub 2013 Feb 25.

[2] Sowohl die Wasser- als auch die Ethanol-Extrakte von Weidenröschen hemmten in einer Studie das Wachstum von Escherichia coli. Der ethanolische Extrakt war außerdem wirksam bei der Hemmung der COX-1-katalysierten Prostaglandin-Biosynthese, auf -2-katalysierte Prostaglandin-Biosynthese und übte eine antioxidative Aktivität aus. Steenkamp V, Gouws MC, Gulumian M, Elgorashi EE, van Staden J: Studies on antibacterial, anti-inflammatory and antioxidant activity of herbal remedies used in the treatment of benign prostatic hyperplasia and prostatitis.; J Ethnopharmacol. 2006 Jan 3;103(1):71-5. Epub 2005 Aug 24.

[3] Hevesi Tóth B, Blazics B, Kéry A: Polyphenol composition and antioxidant capacity of Epilobium species.; J Pharm Biomed Anal. 2009 Jan 15;49(1):26-31.

[4] Weidenröschen hemmt sowohl die Aromatase als auch die 5-alpha-Reduktase. Man vermutet, dass die hemmende Wirkung über die Gerbsäuren (Ellagtannine Oenothein A and Oenothein B) zustande kommt. Die Ellagitannine Oenothein A und B, sind von großer Bedeutung für den Stoffwechsel von Steroidhormonen und für die Entwicklung der benignen Prostatahyperplasie (BPH). Ducrey B, Marston A, Göhring S, Hartmann RW, Hostettmann K: Inhibition of 5 alpha-reductase and aromatase by the ellagitannins oenothein A and oenothein B from Epilobium species.; Planta Med. 1997 Apr;63(2):111-4.

Tee-Zubereitung:

2 Teelöffel Teekraut werden mit einer großen Tasse kochendem Wasser übergossen und nach ca. 15 Minuten abgeseiht.


Infos und Bezug des original russischen Iwan-Tees bei:

„allesgesunde-Versand“,
Otto-Raupp-Str. 5, 79312 Emmendingen, Tel: 07641-935698, Fax: 935699,
E-Mail: info@allesgesunde.de, 
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Schmalblättriges Weidenröschen, das für den Iwan-Tee verwendet wird
Copyright: By kallerna [CC BY-SA 3.0 (link) or GFDL (link)], from Wikimedia Commons – wikifile: (link)
Schmalblättriges Weidenröschen mit Samenfäden, die früher auch als Kissenfüllung gesammelt wurden
Copyright: By M. Kunz, Willingen [GFDL (link) or CC BY-SA 3.0 (link)], from Wikimedia Commons – Wikifile: (link)
 
Arktisches Weidenröschen, die Nationalblume Grönlands
Copyright: By Kim Hansen [GFDL (link), CC-BY-SA-3.0 (link) or CC BY-SA 2.5 (link)], from Wikimedia Commons – wikifile: (link)
Das von Maria Treben beschriebene Kleinblütige Weidenröschen
Copyright: By Kristian Peters — Fabelfroh 11:43, 11 October 2007 (UTC) (photographed by Kristian Peters) [GFDL (link) or CC-BY-SA-3.0 (link)], via Wikimedia Commons – Wikifile: (link)
„Alpines“ Weidenröschen, das Mirenblättrige Weidenröschen findet man in den Alpen und deutschen Mittelgebirgen
Copyright: By Luca Fornasari [CC BY-SA 3.0  (link)], from Wikimedia Commons – Wikifile: (link)