Jeder kennt die kleinen LED-Leuchten, die unseren Markt immer mehr für sich gewinnen. Sie sind zwar teurer aber dafür wesentlich sparsamer als ihre Konkurrenten: Sie verbrauchen ca. 85 Prozent weniger Strom als Glühlampen anderer Machart und sind bis zu 15.000 Stunden nutzbar. Es wurde daher prognostiziert, dass die LED-Lampen im Jahr 2020 80 Prozent des Umsatzmarktes einnehmen und durch den höheren Preis 14 Milliarden Euro einbringen werden.

LED LeuchtenAlso alles super? Heutzutage ist man sich dessen nicht mehr ganz so sicher: Es wurde festgestellt, dass die LED-Birnen eine Flimmerfrequenz von nur knapp über 60 Hertz aufweisen. 60 Hertz sind die obere Grenze dessen, was das menschliche Auge wahrnehmen kann – uns fällt es also nicht auf. Was wir aber sehr wohl bemerken ist die dadurch induzierte indirekte Stresserzeugung im Gehirn, denn diese kann Kopfschmerzen, Migräne, Unwohlsein und Schlafstörungen auslösen. Ist man dem Flimmern auf Dauer ausgesetzt, so nimmt man schwere Auswirkungen auf die eigenen neurologischen Abläufe, die Koordination, Schlafqualität, Hormone, Hirnströme und den Stoffwechsel in Kauf – bis hin zu epilepsieartigen Anfällen. Der Verband für Baubiologie rät deswegen eindringlich, dieses Gesundheitsrisiko nicht zu unterschätzen.

Der Grund für das gefährliche Flimmern scheint am Wechselstrom zu liegen. Der Verband Baubiologie rät den Verbrauchern, getrennte Netzkreisläufe für Gleichstrom (Beleuchtung) und Wechselstrom (andere Elektronik) zu verwenden. Wirken diese Maßnahmen auf den ersten Blick auch äußerst aufwendig, so wird dennoch nachdrücklich empfohlen, gerade Niedervolt-LED-Lampen mit 12V Spannungsversorgung in jedem Fall mit Gleichstrom zu versorgen. Für »sicher« hält der Baubiologen-Verbund es auf jeden Fall, wenn man die flimmernden LED-Leuchten aus dem direkten Arbeits-, Sicht- und Schlafbereich entfernt – dort sollte man lieber wieder zu Halogenlicht greifen.

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