Die Pflanzenseele im Bild

Imagami – eine neue japanische Kunstform? Nein. Ein Wort, das in sich die Methode des Künstlers Sirtaro Bruno Hahn verbirgt, der in seinen „Seelenbildern der Natur“ Abbildungen in alle Richtungen kaleidoskopartig spiegelt und somit eine tiefere Wahrnehmung der Natur erfahrbar macht.

Die Fotos von Blumen, Heilpflanzen, Bäumen, Wasser und anderen Elementen hat der Maler und Künstler meist ganz in der Nähe aufgenommen: im eigenen Garten, am Bach, im Wald – alles Natur, die ihn umgibt und täglich vom Wegesrand aus grüßt. Auch tropische Pflanzen von seinen Asienreisen sind Teil seiner Kunst geworden. Die grafische Bearbeitung am Computer ermöglicht heutzutage Ungeahntes, lässt Wahrnehmbares in vollkommen neuen Sichtweisen und Perspektiven erscheinen. Sirtaro sieht in der Verbindung des Natürlichen mit dem Künstlichen, dem Medium PC, keinen Verlust an Qualität sondern eine Chance, die beiden Welten miteinander zu versöhnen und dabei das Positive aus den beiden Gegensätzlichkeiten zu ziehen.

Abb. Holunder: „In der schützenden Ordnung bereitet sich die Licht-Saat vor.“ Im geschützten Raum sammelt und verdichtet sich mein Potenzial. Stärkung der Lungen und damit der Aufnahmefähigkeit.

Die symmetrische neue Ordnung, die sich aus den Spiegelungen ergibt, macht feinste Nuancen und Stimmungen des Abgebildeten erfassbar. Es ist, als ob man tiefer liegende Dimensionen der Natur erfährt, als könne man einen Blick in die Seele der Pflanzen erhaschen. Dies berührt die Seele des Betrachters wie in einem Nachklang. „Es ist mir ein Anliegen, Menschen durch die imagami-Bilder in einen tieferen Kontakt mit den verschiedenen Ebenen der Natur zu bringen“, erklärt der Schöpfer dieser subtilen und gleichzeitig kraftvollen Welten. Da den imagami eine heilige geometrische Struktur zugrunde liegt, die in Kulturen der ganzen Welt wieder zu finden ist, wird es zu einem lebendigen Kraftfeld.

Umso tiefer man sich auf die Bilder einlässt, umso stärker wird der Eindruck. Im Betrachten kann eine Synchronisation zwischen Bild und Betrachter stattfinden, so als würde die Harmonie und Schönheit der Pflanze radial nach außen strahlen und umstimmen, was nicht in diese heilvolle Schwingung passt. Aus diesem Grund erkennt der Künstler in den imagami- Bildern ein Potenzial zu Heilung und Aufhellung.

Abb. oben Tempelblume: „Hingabe strömt aus nie versiegender Quelle.“ Weckt Kräfte zur Bewältigung größerer Aufgaben

Sirtaro erklärt es so: „Die Naturreiche verfügen in ihrer schier unerschöpflichen Vielfalt über Kräfte und Qualitäten, die in einer verträglichen Form den Menschen auf seinem Entwicklungsweg unterstützen können. Stellen wir uns vor, dass jede Pflanze eine Facette des Irdischen auf einer natürlich-heilen Ebene verkörpert. So kann die richtige Pflanze dem Menschen in seiner persönlichen Situation die benötigte Information geben, seine Mitte wieder zu finden und heil zu werden“. Aus dem Grund begleiten viele seiner Bilder ein Spruch oder Meditationssatz, den Sirtaros Frau Meela Martina in meditativer Arbeit kreiert hat. Mit ihrem besonderen Zugang zu den feinstofflichen Bereichen hat sie verdichtet, was die Wirksamkeit und die Intention der jeweiligen Pflanze ausmacht, hat deren Seele eine Stimme gegeben.

So wirken Pflanzen nicht nur auf der Ebene der Ästhetik. Ein Waldspaziergang bedeutet nicht selten schiere Erholung, ein Sichausbreiten zwischen Blumen und Gräsern pure Freude, und das Riechen an einer duftenden Blüte kann Gedanken und Emotionen zärtlich oder verführerisch anregen. Nicht umsonst ist der Gipfel menschlicher Wonne in der Idee des göttlichen Paradieses, des Garten Eden, versinnbildlicht.

Abb. unten Hibiskus: „Gottes Stimme durchdringt alle Wesen mit Schöpfermacht.“ Hilft beim Lösen von Blockaden und dabei, ins Handeln zu kommen.

Wer sich auf die imagami einlässt und seine Stimmung, seine Eingebungen und Gefühle beobachtet, kann also ein wenig teilhaben an der heilen Seelenwelt einer bestimmten Pflanze, die ihn anspricht. „Beim tieferen Anschauen von imagami überraschen mich immer wieder die Besonderheiten der Stimmungen einzelner Bilder. Ich schaue in nie gesehene Welten von ursprünglicher Reinheit und geistiger Schönheit. Es findet ein Austausch mit den feinen, elementaren Sphären statt, der eigene schlummernde Bereiche weckt und zur bewussten Anteilnahme einlädt“, schreibt Sirtaro dazu.

Bekanntes, Offensichtliches abzubilden, hat den freien Maler noch nie interessiert. Seine Bilder sollten schon immer über die sichtbare Welt hinausführen und seelische Fähigkeiten weiter entwickeln. So gründetet er „Sonnenblau“, ein Atelier für Wahrnehmung, Austausch und Verbreitung – ein „Bildfindungs-Service“, wo persönliche Bilder und Zeichen entwickelt werden können, die dem Wesen und Anliegen der Menschen wirklich entsprechen.

Sirtaro Bruno Hahn

Mit den imagami hat Sirtaro Bruno Hahn diesem Impuls weiter nachgegeben. Die reine und ausgeprägte Naturbild- Sprache, die ihm bei der Kreation der gespiegelten Seelenbilder wie ein verwirklichter Traum vorkam, war für ihn eine Entdeckung fern von persönlichem Künstlertum. „Ich erkannte, dass das imagami ein eigenständiges Wesen hat, denn ich fühlte mich zu seiner Entdeckung hingeführt“, beschreibt Hahn den Prozess. „Was sich mir offenbarte, hätte ich mir in seiner Genialität und Schönheit nicht ausdenken können.“

Die Kunst der imagami lebt und atmet besonders durch ihre praktische Anwendung: Zum Beispiel als Wasserwandler zur Information von Trinkwasser oder als Bildfolgen auf dem Computer- Bildschirm zur Entspannung. Imagami gibt es auch als Wandbilder, Postkarten, Kalender und so genannte Heilzeitkarten. Für eine intensivere Auseinandersetzung mit den vielschichtigen und vielseitigen Bildern werden auch imagami Heilzeit-Seminare sowie persönliche Beratungen angeboten.

Weitere Informationen:
www.imagami.de
www.imagami-heilzeit.de

BUCH-TIPP
Sirtaro Bruno Hahn
‘Das imagami-Prinzip – Seelenbilder der Natur’
176 Seiten, € 29,90
ISBN: 978-3-940392-74-9
Synergia

Kategorie: Kunst | Keine Kommentare
Bildercopyright: ©Sirtaro Bruno Hahn