Was kommt auf mich zu? Werde ich große Schmerzen haben? Wird alles gutgehen? Stimmen die vielen Schauergeschichten eigentlich, die man mir erzählt hat? Viele werdende Mütter haben ein mulmiges Gefühl, wenn es in Richtung Geburt geht. Doch warum ist die Geburt für viele Frauen ein so traumatisches und schmerzhaftes Erlebnis? Warum enden heute mehr als ein Viertel aller Geburten mit einem Kaiserschnitt? Und gibt es Wege zu einer natürlichen, aber doch sicheren und leichten Geburt? Marie F. Mongan, Leiterin des amerikanischen „HypnoBirthing”-Instituts, ist fest davon überzeugt.

„Gesunde Frauen, die mit gesunden Kindern schwanger sind und deshalb zu einer niedrigen Risikogruppe zählen, werden oft falsch informiert,” sagt Mongan. „In der Mehrzahl der Fälle sollte es diesen Frauen möglich sein, ihre Kinder natürlich und ohne besondere Vorkommnisse zur Welt zu bringen. Leider gibt es die natürliche Geburt heutzutage fast nicht mehr.”

Ihre Erklärung hierfür klingt einleuchtend: Die tief in unserer Kultur verankerte Angst der Frauen vor der Geburt bewirkt im Körper drei entscheidende Reaktionen: Die Muskeln verkrampfen sich, die Durchblutung wird reduziert und bestimmte Stress-Hormone werden ausgeschüttet. All diese Reaktionen bedingen und verschlimmern die Geburtsschmerzen. Abhilfe sollen Schmerzmittel und Methoden der klinischen Medizin schaffen. „Aber diese Verfahren sind oft ebenfalls von Schmerz begleitet und führen zu einer Kettenreaktion von Komplikationen und Folgeeingriffen,“ betont Mongan.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, hat die Hypnotherapeutin und vierfache Mutter einen ebenso einfachen wie einleuchtenden Lösungsansatz entwickelt: Beim „HypnoBirthing” wird die Angst mit Hilfe von Selbst-Hypnose systematisch abgebaut, auch solche aus traumatisch erlebten Geburten. „‚HypnoBirthing’-Kurse helfen Frauen, sich der Tatsache bewusst zu werden, dass sie dafür geschaffen sind, Kinder zu empfangen und zur Welt zu bringen,” erklärt Mongan, „und da sie keine Angst haben, können sie ihre Gebärmuskeln ohne Schmerz oder besondere Vorkommnisse benutzen, genau so wie andere Muskeln auch.”

Viele Schmerzen entstehen so erst gar nicht, die werdende Mutter kann sich tief entspannen und ihr Körper seine Aufgabe besser erfüllen. Zusätzlich vermindert die Methode, die sich in den USA schon bei zehntausenden Geburten erfolgreich bewährt hat, Schmerzen durch besondere Atem-, Entspannungs- und Konzentrationsübungen so drastisch, dass Schmerzmittel meist überflüssig sind. Ebenso wird die Zahl der Kaiserschnitte und anderer ärztlicher Eingriffe stark reduziert. Nach der Geburt erholen sich die Frauen deutlich schneller und können so auch besser eine innige Bindung zu ihrem Kind aufbauen.

„Einen unglaublichen Erfolg hat ‚HypnoBirthing’ auch in Großbritannien erlebt,” schwärmt Mongan und erzählt, dass dort schon über 250 Kursleiterinnen ausgebildet wurden, um werdende Eltern zu unterrichten. Auch bei uns erfreut sich die Methode zunehmender Beliebtheit: „HypnoBirthing”-Kurse gibt es inzwischen auch in der Schweiz, in Deuschland und Österreich, und gerade ist Marie F. Mongans Standardwerk „HypnoBirthing” in deutscher Sprache erschienen und bereits auf dem Weg in die Bestsellerlisten. „Mein Traum ist, dass jede Mutter für sich und ihr Baby die Freude einer sicheren und befriedigenden Geburt erlebt,” betont die Autorin, „und diese nicht so schnell wie möglich wieder vergessen will.“

Weitere Informationen:
www.hypnobirthing.de

BUCH-TIPP
Marie F. Mongan
HypnoBirthing
313 Seiten, inkl. Audio-CD, € 19,95
ISBN: 978-3-938396-20-9
Mankau Verlag

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