Die Mathematik-Professorin und spirituelle Beraterin Kira Klenke hat bereits etliche Kraftorte auf der Erde bereist. Bei einem Besuch in Sedona, ein Ort, der bei der indigenen Bevölkerung als heilig und magisch gilt, erlebte sie etwas Außergewöhnliches. Auf dem Mount Bell erhielt sie die Inspiration für ein Steinorakel. Der gesamte Text für ein Buch wurde ihr hier innerhalb von einigen Tagen vom »Spirit« zugeflüstert. Sie musste lediglich still werden und die Worte flossen aus ihrer Feder …

orakelSeit Jahrtausenden ist es bei den Indianern Nordamerikas Tradition, Antworten auf wichtige Fragen oder die Lösung für ein Problem in der freien Natur zu suchen. Dort kommen sie in die direkte Verbindung mit dem Spirit, in Kontakt mit der Quelle allen Seins. Sie werden innerlich still und lauschen, fühlen, schauen, suchen Hinweise in Wolken- oder Felsformationen, deuten die Bewegungen von Tieren oder anderen Zeichen, die sich ihnen offenbaren.

Schon immer gab es im Schamanismus aber auch Utensilien, die das Befragen des Geistes erleichtern sollten. In vielen Regionen der Welt warf man die Knochen kleiner Tiere, im alten China zählte man Schafgarbenstengel ab und in Mittel- und Südamerika verwendet man bis heute Maiskörner zum Erkunden zukünftiger Tendenzen. Auch Muscheln und kleine Kiesel waren und sind beliebte Helfer der Divination.

Mit dem Source-Orakel wird ein energetischer Harmonisierungs- und Heilungsprozess angestoßen, den der »Great Spirit« bzw. die Quelle hinter allem Sein für uns lenkt.

Kira Klenke, seit den 1980ern auf spirituellen Wegen unterwegs, scheint direkt aus der Quelle geschöpft zu haben, als ihr die moderne Variante einer uralten Technik des Orakelns »zuflog«. Und genau darum geht es bei dem Orakel, um die Verbindung mit der Quelle allen Seins, in der jegliches Wissen wie in einem großen Pool gespeichert ist. Die Methode ist einfach: Mithilfe von einigen Kieseln oder Edelsteinen, denen Personen oder Eigenschaften zugeordnet werden, wird aus den geworfenen Mustern gelesen. Dabei werden auch die Verhältnisse der Steine zueinander betrachtet – ähnlich einer Aufstellung mit realen Personen.

SOURCE (engl. Quelle) nennt sich die Methode, ein Name, der ebenfalls nicht von Klenke stammt, sondern eine Inspiration ist. Er setzt sich folgendermaßen zusammen:

Sedona Stone
Oracle
Unity
Recreating
Constellation
Experience

Die gebürtige Hannoveranerin bezeichnet die SOURCE-Methode als »Medizin« im indianischen Sinne, also etwas, das uns zu einer ganzheitlichen Harmonisierung und positiven Orientierung verhilft. Mit dem Sedona-Steinorakel lassen sich die oft versteckten Hinweise des Schicksals und die tiefere Bedeutung von Menschen und Ereignissen in unserem Leben leichter erkennen. Bei wichtigen Fragen erhält man so Antworten, die einen auf allen Ebenen weiterbringen. Das Orakel gibt Impulse, die eine befreiende, heilsame und transformierende Kraft haben. Ziele und Wünsche bekommen Form und es zeigt sich, wie sie manifestiert werden können.

Kira Klenke berichtet, dass sie bei der SOURCE-Methode immer wieder ein geheimnisvolles Wirken erlebt hat, das sie nicht erklären konnte. Nicht nur, dass sich beim Betrachten der Stein-Konstellationen manchmal von ganz allein die tieferen Zusammenhänge einer Situation offenbaren, auch nach dem Orakeln scheinen Kräfte in Gang gesetzt zu werden, die eine gewünschte Situation im eigenen Leben auf oft überraschende Art manifest werden lassen.

Mit der Zeit lernt man die vielen Facetten des Orakels kennen. Klenke beschreibt in ihrem Buch zu der Methode zahlreiche Sessions, gibt Tipps und Ratschläge zu den verschiedenen entstehenden Konstellationen der Steine und lässt den Lesern noch viel Raum für eigene kreative Ideen. Die Orakel-Methode ist als Werkzeug für die Klärung beruflicher Probleme genauso geeignet wie für Fragen der Liebe, die Harmonisierung zwischenmenschlicher Beziehungen oder gesundheitlicher Probleme.

Probieren Sie es doch auch einmal! Hier die Anleitung zum Sedona-Steinorakel:

1 Besorge dir eine Handvoll kleinerer, 1 bis 3 cm große Steine. Es sollten mindestens 10 bis 12 Stück sein, die sich etwas voneinander unterscheiden. Edelsteine sind gut geeignet, aber ganz normale Kieselsteine tun es auch.

2 Stimme dich auf die bevorstehende SOURCE ein, indem du kurz innehältst, eine Weile meditierst oder ein kleines Gebet sprichst. Fasse den Entschluss, dich dem Fluss des Prozesses anzuvertrauen bzw. der Führung aus der Quelle. Bitte darum, dass dein rationaler Verstand und dein Ego für die Dauer der Session beiseite treten und sich nicht einmischen.

3 Lege dein Thema fest. Halte es schriftlich in wenigen Sätzen fest. Sofern es dir jetzt schon möglich ist, notiere auch eine erste Version des stattdessen gewünschten Ziel-Ergebnisses. Dies ist aber an dieser Stelle nicht unbedingt erforderlich, denn es ergibt sich später automatisch aus dem Ergebnis.

4 Erstelle eine Liste der aus deiner Sicht am Geschehen beteiligten Personen und Einflusskräfte. Das könnte z.B. deine Eifersucht sein, dein Ehemann, ein Testament, eine Krankheit oder Kündigung. Das sind die sogenannten »Player«. Konzentriere dich hier auf die wichtigsten, denn je mehr Player es sind, desto komplexer wird der Prozess tendenziell. Auch mit nur fünf Playern lassen sich verzwickte Situationen lösen.

Eine mögliche Liste in Sachen Partnersuche könnte z.B. so aussehen.
Stein Nr. 1: Ein zu mir passender Lebenspartner
Stein Nr. 2: Ich
Stein Nr. 3: Malen und die Kunst
Stein Nr. 4: Meine Unabhängigkeit
Stein Nr. 5: Verbindlichkeit und Treue
Stein Nr. 6: Tiefe Zuneigung
Stein Nr. 7: Schöne, lustvolle Sexualität
Stein Nr. 8: Finanzielle Absicherung
Stein Nr. 9: Mir angenehme Partnervermittlung (übers Web, Anzeigen oder Bekannte oder ?)
Stein Nr. 10: ?: das, was jetzt noch
irgendwie fehlt

5 Wähle nun für jeden dieser Player einen Stein aus, der ihn später in der Steinkonstellation repräsentieren wird. Halte auch diese Zuordnung entweder schriftlich in der Liste deiner Player fest oder mit einem Foto.

6 Bitte um Kontakt mit deiner inneren Führung. Nun wirf sanft, aber beherzt die erste Stein-Konstellation. Bitte dabei darum, dass das geworfene Stein-Muster deine derzeitige Situation gut verdeutlicht.

7 Mache ein Foto der geworfenen Stein-Konstellation.

8 Welche Auffälligkeiten bemerkst du in dieser Konstellation? Notiere sie. Lasse dabei im ersten Schritt möglichst die inhaltliche Bedeutung der Steine außen vor. Hier ist es sogar hilfreich, wenn du dich nicht mehr erinnerst, welcher Stein welchen Player repräsentiert. Diese schriftlich festgehaltenen Muster oder Strukturen »übersetzt« du dann im nächsten Schritt mit Hilfe deiner Playerliste (aus 4.) und der Liste der Steinzuordnung (aus 5.) in inhaltliche Zusammenhänge.

9 Welche Steine müssten nun wie verschoben werden, damit die Situation harmonisiert wird – oder erträglicher, stimmiger, friedlicher oder was immer konkret zu dem bearbeiteten Thema passt? Gehe hier mit Bedacht vor, denn jede einzelne Stein-Verschiebung verändert sofort auch die (Energie-) Beziehung aller anderen Steine zueinander. Also gehe behutsam vor. Mache kleine Schritte.

Spüre nach jeder Veränderung zunächst, was sich verändert hat und ob die Konstellation sich tatsächlich leichter und besser anfühlt. Es ist dabei möglich, einen Zwischenschritt auch nur testweise zu legen und ihn, falls sich die Energie dadurch nicht deutlich verbessert, wieder zurückzunehmen. Du kannst dabei natürlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten vorgehen, aber wichtiger ist stets dein Bauchgefühl. Folge deiner Intuition, auch spontanen Impulsen oder »Eingebungen«.

Ist das Gesamtbild nun geordneter, harmonischer, angenehmer oder heilsamer? Du kannst hier bei Bedarf auch einen weiteren neuen Player einfügen. Deine Ziel-Konstellation ist dann erreicht, wenn dir der Anblick oder das (energetische) Erspüren dieser Konstellation eine Art Aha-Gefühl oder deutliche Erleichterung verschafft.

10 Mache jetzt ein zweites Foto.

11 Aus der inhaltlichen Bedeutung der Steine ergibt sich unter Berücksichtigung ihrer Lage bzw. Stellung zueinander in der Regel eine Botschaft aus der Ziel-Konstellation wie etwa: »Meine Gefühle stehen jetzt im Mittelpunkt.« Formuliere die Botschaft deiner Ziel-Konstellation anhand der inhaltlichen Bedeutung der Player in einem Satz, der dich stärkt.

Fragen, die helfen können, Ressourcen für die Ziel-Konstellation zu finden:

  • Welchen Menschen (egal, ob er lebt oder schon verstorben ist), welchen Lehrer/ Meister, welche Persönlichkeit/Roman-/Heldenfigur würdest du dir gerne zu Hilfe holen für dein Problem?
  • Was könntest du tun oder nutzen, um deine Schmerzen, Trauer, Angst, Eifersucht o.Ä. zu lindern?
  • Wer (oder was) inspiriert oder unterstützt deine größten Lebensträume und/oder Herzenswünsche?
  • Welches Tier oder welcher Platz in der Natur besitzt genau die Energie, Kraft oder Fähigkeit, die du hier gebrauchen könntest?

12 Arbeite mindestens sieben Tage lang mit den beiden Fotos, dem Foto der zuerst geworfenen Stein-Konstellation und dem Foto deiner Ziel-Konstellation. Mache das zwei Mal täglich für etwa drei Minuten. Besonders gut ist es morgens direkt nach dem Aufwachen und abends direkt vor dem Einschlafen. Du hast dazu das erste Foto links und legst das zweite Foto rechts daneben. Dann schaust du zunächst kurz auf das linke Foto und wechselst anschließend mit deinem Blick nach rechts zum Foto der Ziel- Konstellation, wo du eine kurze Weile verharrst.

Wenn du magst, sprich innerlich oder auch laut dabei deinen Ziel-Satz oder deine Affirmation. Dies wiederholst du einige Male: Kurz das linke Foto anschauen, dann den Blick nach rechts zum zweiten Bild schweifen lassen und da etwas länger verharren.

13 Beobachte, was sich in und nach diesen sieben Tagen in Bezug auf deine Situation oder das Problem verändert.

Buchtipp
Kira Klenke
Das Sedona-Stein-Orakel
Die Lösung ist nur einen Steinwurf entfernt

112 Seiten, 12,90 €
ISBN: 978-3-89060-668-2
Verlag Ryvellus bei Neue Erde
Kira Klenke
Kira Klenke ist Mathematikerin und war mehr als 20 Jahre Professorin für Statistik. Heute arbeitet sie als Coach und hilft Menschen dabei, alte überholte Lebensmuster abzulegen und ihr volles Potenzial zu entfalten. Ihre Schwerpunkte sind NLP, kreatives Schreiben, Energiearbeit und Schamanismus.

Kategorie: Spiritualität | Keine Kommentare
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