Seit dem Erscheinen von »The Secret« interessieren sich immer mehr Menschen für das »Gesetz der Anziehung«: Mit seiner Hilfe ziehe „»ich« all das an, »was ich mir wünsche«. Aber wer ist eigentlich dieses wünschende »Ich«?

Bin ich der Körper? Nein. Warum? Weil ich das nur in dem Moment bin, in dem ich ihn wahrnehmen kann. Wenn ich ihn nicht mehr wahrnehme, ist er nicht länger »Teil von mir«, genauso wenig wie ich abgeschnittene Haare als „Teil von mir“ betrachte. Und was ist mit meiner Persönlichkeit? Sie ist lediglich das, als was ich »mich« definiert habe, aber ich hätte mich auch entscheiden können, jemand anders zu sein.

Das »Ich« ist eine riesige Ansammlung von Informationen, die wahrgenommen oder definiert wurden. Dieser Prozess wird sehr gut im »Bleep«-Film beschrieben. Im Taoismus oder Buddhismus wird diese Ansammlung »falsches Selbst« genannt, weil das »wahre Selbst« der Sammler und nicht jene Ansammlung ist. Aber was ist dann das »wahre Selbst«?

Während man das falsche Selbst erkennt und sich von seinen Anteilen trennt, gibt es nichts, mit dem man sich identifizieren könnte. Am Ende gelangt man zum Konzept der Ichlosigkeit. Dein wahres Selbst ist leer, hat aber unbegrenztes Potenzial. Durch deine Lebenserfahrungen hast du zahlreiche Einbildungen geschaffen, und meist sind es genau diese Bilder, die du »Ich« nennst. Es gibt da angenehme Bilder, aber auch solche, die unangenehme Gefühle hervorrufen wie etwa »Ich bin völlig unfähig« oder »Ich habe ständig Pech«. Doch egal ob diese Einbildungen gut oder schlecht sind, sie sind das, was du gewählt hast und nicht du selbst. Zurück zum Gesetz der Anziehung: Wenn du im Herzen glaubst, dass du nicht fähig bist, zu tun, was du willst, wie kannst du dann etwas anziehen, was du dir wünscht? Wenn du unter einer solchen Störung leidest, kannst du das Gesetz der Anziehung nicht richtig nutzen. Das würde bedeuten, dass deine Einbildungen darüber entscheiden, ob und wie du das Gesetz der Anziehung nutzen kannst. Gewöhnlich ist es schwierig, seine Einbildungen zu ändern, weil sie durch unsere Lebenserfahrungen entstanden sind. Aber es ist nicht unmöglich, da du sie selbst erschaffen kannst. Ich habe die Power Brain Methode entwickelt, um anderen zu helfen, ihre eigenen Einbildungen zu erschaffen. Bilder, die ihnen helfen, ihr eigenes unbegrenztes Potenzial in der Ichlosigkeit wieder zu entdecken. Der Schlüssel dazu ist:

1. Die Hirnfunktionen wirklich zu verstehen, die durch Wahrnehmung und Erfahrung Einbildungen erschaffen,

2. diese Einbildungen von uns selbst zu trennen, und

3. die Ichlosigkeit zu erfahren …

Wenn du diese wirklich erfährst, wirst du auch fähig, zu erkennen, dass du selbst der Schöpfer deiner Einbildungen bist. Doch zu dieser Erkenntnis gelangst du nicht durch die Lektüre von Büchern über das Tao, sondern du musst sie dir Schritt für Schritt erarbeiten.

Der erste Schritt ist, zu lernen, die Fixierungen und Vorurteile zu erkennen, die dein Verhalten und deinen Charakter beherrschen. Der zweite Schritt ist, die tatsächlichen Umstände vorurteilsfrei wahrzunehmen. Im dritten Schritt geht es darum dich selbst von negativer Information zu befreien. Im vierten Schritt erfährst du die Ichlosigkeit und entdeckst dein unbegrenztes Potenzial. Und im fünften Schritt erschaffst du eigene Bilder, die deinem Leben neue Kraft verleihen und dich selbst zum Meister deines Gehirns und deines Lebens machen.

Meister Doya
(übersetzt „Tao-Feld“) ist Cheftrainer der Master Healer School und Ausbildungsleiter des Chonwhawon Retreat Center in Südkorea. Er hat weitere Bewusstseins- Bildungsprogramme entwickelt (Power Brain Insight, Power Brain Enlightenment, Power Brain Consciousness & Consciousness Coaching Stufe 1–4) und wurde für seine Arbeit mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

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