Rubriken:

Heilung & Gesundheit
Spiritualität
Buddhismus & Verwandtes
Feng Shui & Co.
Wünschen & Manifestieren
Liebe, Sex & Partnerschaft
Wellness & Lifestyle
Frauen & Göttinnen
Kolumne
Astrologie & Tarot
Spirit & Science
Aktuelle Ausgabe
Wellness & Beauty
Spiritualität & Kunst
Reisebericht
Musik, Film & Festival
Ernährung & Gesundheit
Engel & Channeling
Natur & Schamanismus
Spiritualität & Business
Spirituelle Therapie


Aktuelles & Termine

Termine



Beratung & Dienste:

Astrologie
Ayurveda & TCM
Feng-Shui Berater
Heilpraktiker & Ärzte
Körperarbeit & Massagen
Lebenshilfe & Geistheilung
Meditation & Satsang
Seminarhäuser
Spirituelles Reisen
Wellness & Beauty
Yoga, Chi-Gong & Tai Chi


MITMACHEN

Gratis als Benutzer
anmelden


Links

Impressum
Kontakt
AGB


Zufallszitat:

Man kann auf einem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen.

Erich Kästner

Aktuelle Printausgabe

Voransicht

 


Welt des Wissens:
1) Blume des Lebens
2) Meditation
3) Energienetz der Erde
4) Heilfasten
5) Yoga
6) Tier Kommunikation
7) Was ist ein Hackbrett?
8) Kraft der Pyramiden
9) Kundalini-Forschung I
10) Kundalini-Forschung II
11) Herz Kommunikation

Werbung
























































 


Anfragen zu Links,
Buchungen etc. bitte an



Der Klang der Traumzeit


erschienen in Heftausgabe:





Der Klang der Traumzeit
Das Didgeridoo im Westen als Heil- und Trance-Instrument

Das Didgeridoo gilt als das Symbol der Aboriginal-Kultur schlechthin. Sein simpler Aufbau – traditionelle Didgeridoos sind hohle Baumstämme von ungefähr 100 bis 200 Zentimeter Länge – täuscht leicht über seine erstaunliche Klangpräsenz hinweg. Die von Termiten ausgehöhlten Bäume müssen von Menschen noch ein wenig nachbearbeitet werden und schon sind sie als Didgeridoo spielbar.

heilung

Inzwischen werden Didgeridoos weltweit gebaut und gespielt: Allein in Deutschland sind in den letzten zehn Jahren weit mehr dieser Instrumente verkauft worden, als es Ureinwohner in Australien gibt. In Indonesien werden einfache Didgeridoos in Massenproduktion aus Stämmen gebohrt oder aus Bambus hergestellt. Viele hervorragende Spitzeninstrumente kommen inzwischen von heimischen Instrumentenbauern, die Eichen-, Buchen- oder Birkenstämme in der Mitte teilen, das Holz gezielt bearbeiten und zum Teil sehr gute Didgeridoos daraus erschaffen. Umfassend sortierte Händler wie der Autor und Klangpionier David Lindner, die eine große Auswahl von Termiten ausgehöhlter australischer Originale in exklusiver Qualität anbieten, sind selten geworden.
Bläst man diese hohlen Holzröhren mit einer speziellen schwirrenden Lippentechnik, so entsteht ein überaus faszinierender, ja magischer Klang, der voller Macht direkt auf die Sinneswahrnehmung von Hörer und Spieler einwirkt. Didgeridoo hört (und lernt) man mit Bauch und Herz, weniger mit dem Kopf. Kommt zu seinem obertonreichen Klang noch die sogenannte Zirkulieratmung hinzu, mit welcher der Klang ohne Unterlass gespielt werden kann, ist der Zauber perfekt: Der Klang des Didgeridoos berührt Jung und alt gleichermaßen, er ist unmittelbar zu fühlen – theoretisches Wissen über das Instrument und seine Klangphysik sind für sein tiefes Verständnis nicht vonnöten.
Gerade auch dieser direkte und sinnliche Zugang zu den archaischen und durchdringend tiefen Tönen und Obertönen des Didgeridoos macht es als Therapieinstrument in vielerlei Hinsicht sehr wirkungsvoll:

Darüber hinaus ist der Klang des Didgeridoos ein extrem wirksames Mittel, um in tranceähnliche Zustände zu gelangen. Für Hörer und – durch die sedierende Wirkung der Physiologie des Spiels – noch viel mehr für die Spieler. Aus neuschamanischer Sicht hat das Didgeridoo ein nicht unerhebliches Potenzial, die Tore zwischen den geistigen Welten zu öffnen. Es ist sinnvoll, dass ein therapeutisch mit dem Didgeridoo arbeitender Mensch praktische Erfahrungen in schamanischer oder zumindest energetischer Heilarbeit mit sich bringt. Die Kraft dieses Instrumentes in der Therapie sollte nicht unterschätzt werden.
Da überrascht es kaum, dass der überwiegende Teil der australischen Ureinwohner schon die Erwähnung des Didgeridoos als Heilinstrument wie einen Tabubruch wahrnimmt und stark ablehnend reagieren. Doch unabhängig von einem Einsatz als Heilwerkzeug kann das Didgeridoo auch „nur“ als Musikinstrument ohne Bedenken von jedem Menschen gelernt und gespielt werden.
Ursprünglich wurde dieses Windinstrument übrigens nur in den nörd-lichen Gebieten Australiens (Arnhemland, Northern Territory, Kimberleys) von den Ureinwohnern gespielt. Dort leben auch die letzten „Hüter des Didgeridoos“, die unter Ureinwohnern wie auch westlichen Fans als die „Weisungsbefugten“ in Fragen der traditionellen Verwendung des Didgeridoos gelten.
Das Didgeridoo, so wurde lange vermutet, ist das älteste Blasinstrument der Welt. Neuste Forschungen legen jedoch ein Alter von ungefähr 1500 Jahren nahe – was seine Klangkraft nicht schmälert. Es hat bei den Ureinwohnern Australiensverschiedene Namen, abhängig von Region und Verwendung: Yedaki, Yidaki, Mudburuja, Ilpirra und Mako sind nur einige davon. Inzwischen hat sich weltweit der Begriff „Didgeridoo“ etabliert und wird vielerorts auch von den indigenen Australiern verwendet.
Zu den großen Legenden- und Mythenbildungen rund um das Kultinstrument gehört die pauschale Aussage: Frauen dürfen das Didgeridoo nicht spielen, die von Westlern oft kritiklos in unseren Kulturkreis übertragen wird. Tatsächlich gibt es sehr verschiedene Verwendungsmöglichkeiten innerhalb der indigenen Kulturen Australiens. So ist es in manchen Clans Frauen nur bei speziellen Zeremonien oder zu bestimmten Abschnitten ihres Lebens nicht erlaubt, das Didgeridoo zu spielen – zu anderen Zeiten oder Anlässen jedoch sehr wohl. Die strengsten Tabus existieren in Regionen, wo das Didgeridoo erst seit einigen Jahrzehnten gespielt wird, und es gibt viele Aborigines, die das Didgeridoospiel auch Frauen beibringen. So heißt es einmal, das Didgeridoo könne Schwangerschaften begünstigen, ein anderes Mal, dass es schwangere Frauen nicht spielen sollen, da es abtreibend wirkt.
Beides kann man bei jeglicher Klangbehandlung, also auch zum Beispiel mit Klangschalen, die auf dem Unterleib angespielt werden, feststellen: Schwingungen öffnen und lösen energetische wie körperliche Blockaden (zum Beispiel in der Klangmassage), können also zur Empfänglichkeit beitragen. Und starke Schallwellen können in den ersten Wochen der Schwangerschaft, in denen sich der Fötus noch nicht fest genug gebunden hat, in seltenen Fällen womöglich zu dynamisch wirken. 
So geht das Didgeridoo in der Musik, der Baukunst wie in der Therapie im Westen ganz eigene Wege. Solange dieser Weg nicht ursächlich mit der Kultur der Aborigines verknüpft wird, sondern als etwas eigenes erlebt und gelebt wird, findet dies sogar den Zuspruch seiner Hüter aus der Traumzeit.



Kategorie: Heilung & Gesundheit
Themen:

Artikelnummer: 116