Bevor ich den astrologischen Wetterbericht für 2016 verkünde, möchte ich den aktuellen irdischen und kosmischen Stand der Dinge zusammenfassen. Wir befinden uns in der Endphase herausfordernder Wendezeitkonstellationen, die schon seit 2008 andauern. Diese Konstellationen haben sowohl globale Krisen als auch transformative Prozesse enorm beschleunigt. Es war, als wenn unser Planet förmlich auseinanderbricht und nach manchen Prophezeiungen Ende 2012 sogar die Welt untergehen würde. Symbolisch gesehen waren es heftige Geburtswehen des Globalen Zeitalters.

Die Evolution am Scheideweg

Auf der existenziellen Ebene wurden die Wendezeitimpulse von vielen Machthabern und Globalplayern auf egoistische Weise dazu genutzt, ihre Machtinteressen weiter zu forcieren. In der arabischen Welt kam es zu schweren Revolutionen und chaotischen Kriegsszenarien. Gleichzeitig ging die ökologische Zerstörung des Planeten durch ausbeuterische Wirtschaftssysteme unvermindert weiter. Die weltweit zunehmenden Umweltkatastrophen erreichen mancherorts apokalyptische Ausmaße.

Die Menschheit scheint sich geradezu selbstmörderisch daran zu gewöhnen und damit abzufinden. Wir verbrauchen und vernichten die lebensnotwendigen Ressourcen für uns und unsere Nachkommen. Die vier Grundelemente unseres Planeten – Erde, Wasser, Feuer, Luft – sind durch Menschenhand verursacht in extreme Unausgeglichenheit geraten und reinigen sich vehement durch immer gewaltigere Naturkatastrophen.

Das sind harte Fakten. Die Evolution der Menschheit ist am Scheideweg angekommen. Das erste Globale Zeitalter auf Erden beginnt und es könnte als globale Selbstzerstörung in die Geschichte der Schöpfung eingehen. Und alle Täter und Opfer sitzen im selben Boot – im Raumschiff Erde. Wir werden entweder alle miteinander glücklich oder unglücklich werden. Die Zeiten des dualistischen Weltbewusstseins und der egoistischen Abgrenzung gehen definitiv zu Ende, obwohl sie vielerorts auf Erden noch praktiziert und mancherorts sogar verstärkt werden.

Die heutige Menschheit hat die evolutionäre Aufgabe, in einem Globalen Zeitalter mit mehr kooperativem Bewusstsein und interkarmischer Verantwortung zusammenzuleben. Aber viele von uns wissen es noch nicht oder wollen es nicht wahrhaben. Und keiner weiß, ob wir es schaffen werden, diesen gewaltigen Evolutionsschritt zu bewältigen.

Mir kommen dabei die visionären Worte des Mystikers Hazrat Inayat Khan vor etwa hundert Jahren in den Sinn: „Die ganze Menschheit ist ein einziger Körper, und alle Nationen und Gemeinschaften und Rassen die verschiedenen Organe; und das Glück und das Wohlergehen von ihnen ist das Glück und das Wohlergehen des gesamten Körpers.“

Die guten Sternstunden

Als professioneller Astrologe schaue ich seit langer Zeit besorgt und fragend in den Himmel. Wo sind die guten Sternstunden geblieben? Wann werden uns die Planetenkonstellationen des Sonnensystems endlich wieder beistehen, diese verfahrene Weltlage besser in den Griff zu bekommen? In den letzten sieben Jahren war leider das Gegenteil der Fall. Ein langjähriges Pluto-Uranus-Quadrat hat weltweit Zerstörung, Tod und Unheil gefördert und harmonische, heilsame und friedensfördernde Himmelseinflüsse weitgehend verdrängt. Diese urgewaltige Pluto-Uranus-Spannung löst sich nun endgültig auf.

Und siehe da, sie kommen dieses Jahr tatsächlich wieder, die guten astrologischen Sternstunden. Schon im Frühling 2016 ändert sich das himmlische Energiemenü vollständig. Es gibt bald weniger kosmische Zutaten für zerstörerische Machtspiele und primitive Egostrategien. Erneuernde und zukunftsfördernde Zeitqualitäten machen sich verstärkt bemerkbar. Und in den kommenden Jahren wird es vermehrt gemeinwohlschaffende und friedensfördernde Himmelskonstellationen geben. Nach einer langjährigen schwierigen Transformationsphase können wir mit breiter kosmischer Unterstützung an der lebensnotwendigen Erneuerung und Heilung unseres Planeten Erde und an der globalen Bewusstseinsevolution arbeiten.

Die ersten Signale aus der Zukunft

Schon zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2015 gab es im Sonnensystem einige bemerkenswerte planetare Veränderungen, die uns erste interessante Hinweise für den zukünftigen globalen Entwicklungstrend geben. In der Jahresmitte 2015 wurde das schier allmächtig wirkende Pluto-Uranus-Quadrat kurzzeitig etwas schwächer und die kosmisch dominanten Einflüsse begannen sich zu verlagern. Und wie aus dem Nichts heraus sendete uns der Sternenhimmel bis nach Europa ein lange verdrängtes

Signal. Der Jungfrau-Fische-Vollmond am 29. August 2015 stand exakt auf Neptun in den Fischen und löste eine neptunische Energieflutwelle aus, die sich bei uns als gigantische Flüchtlingswelle manifestierte und seither unvermindert anhält.

Neptun steht symbolisch für universelle Einheit, selbstlose Liebe und soziales Mitgefühl. Neptun wirkt auflösend, allverbindend und zusammenführend. Der August-Vollmond 2015 war ein himmlischer Volltreffer und sendete uns den fernen Neptun über den nahen Vollmond direkt ins Erdgeschehen und live bis in die Talkshows. Solche neptunischen Volltreffer werden 2016 – dem Himmel sei Dank – öfters geschehen.

Neptuns Einheitsbewusstsein überflutet uns mit seinem liebevollen Drang nach globalem Zusammensein und humanitärer Kooperation. Leider steigen auch die Meeresspiegel, und zahlreiche ökologisch-umweltliche und gemeinschaftlich-soziale Probleme müssen weltweit gelöst werden. Genau dafür brauchen wir mehr neptunisches Bewusstsein. Neptun wandert noch bis 2025 durchs Tierkreiszeichen Fische, wo er uns aus mystischer Tiefe heraus sein mitfühlendes Weltbewusstsein vermitteln kann.

Das Neptun-Saturn-Quadrat 2016

Ein weiterer wichtiger Himmelsfaktor spielt dem zunehmenden Neptuneinfluss 2016 in die Hände. Saturn ist nach mehrjährigem intensivem Aufenthalt im Skorpion in den lichtvollen Schützen getreten und bildet im Jahresverlauf ein stabiles Quadrat zum Fische-Neptun. Zusammen mit weiteren recht bunt gemischten Himmelskonstellationen, auf die ich wegen ihrer wechselnden Vielfalt an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, steht diese Neptun-Saturn-Konstellation im zentralen Fokus der irdischen Zeitqualität 2016.

Saturn, der Meister des Schicksals ist zwar für seine karmische Härte und Egoabgrenzung bekannt. Jedoch wirkt der selbstlose Neptuneinfluss auf Saturn sehr besänftigend und auf gewisse Weise egoüberwindend. Diese spezielle Neptun-Saturn-Mischung wird uns zu mehr verantwortungsvollen Taten und Handlungen inspirieren und zu mehr sozialer, politischer und religiöser Toleranz und Verständigung befähigen.

Solche himmlischen Evolutionsimpulse sind für die derzeitige Weltlage enorm förderlich und geben Hoffnung. Und sie dringen hoffentlich auch bis zu den Superegos und den Allmächtigen der Welt durch. Diese kosmischen Einflüsse sind heilsames Balsam für viele irdische Leiden und Wunden. Wie wir damit konkret umgehen werden, liegt in unseren eigenen Herzen und Händen. Wie sagt das alte Astrologensprichwort: „Die Sterne machen geneigt, aber sie zwingen nicht.“

Jedenfalls hilft der Sternenhimmel uns nun wieder mehr dabei, unser Raumschiff Erde in eine bessere Zukunft zu lenken. Das sind doch himmlische Aussichten für 2016 und die kommenden Jahre!

Weitere Informationen
Astrologie Winfried Henkes
spirituelleastrologie.com
Kategorie: Spiritualität | Keine Kommentare
Bildercopyright: Devam Will